Bundesregierung beschließt Aktionsplan für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
Magdeburg, 15.06.2011
Lebenshilfe-Verband: konkrete Strategien fehlen
Der Landesverband der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Sachsen-Anhalt e.V. begrüßt ausdrücklich den von der Bundesregierung beschlossenen Aktionsplan zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben.
„Allerdings fehlen uns konkrete Maßnahmen und Strategien, wie die Umsetzung vor Ort aussehen könnte“, kritisiert Marcus Hoppe, Geschäftsführer des Lebenshilfe-Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V.
Der Verband begrüßt das Ziel, die Chancen von Menschen mit Behinderungen auf einen Arbeitsplatz deutlich zu erhöhen. Mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sollen geschaffen werden. Dazu stellt das Bundesarbeitsministerium nach eigenen Angaben bis zu 100 Millionen Euro bereit. „Wir vermissen aber auch, wie schwerstbehinderte Jugendlichen in Berufsorientierungsmaßnahmen einbezogen werden sollen. Dazu gibt es leider keine Aussage“, so Hoppe weiter.
Wie die Umsetzung vor Ort, in den Kommunen erfolgen soll, bleibe abzuwarten. Der Verband plädiert hierbei für eine Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen, deren Selbstvertretungsgremien und Verbänden.
Die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. ist ein Verband der Freien Wohlfahrtspflege. Mit seiner Gründung am 8. September 1990 als gemeinnütziger Verein ist der Landesverband heute Dachorganisation von 28 Orts- und Kreisvereinigungen und 16 gemeinnützigen Gesellschaften. Das Ziel der Lebenshilfe ist, Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen zu helfen, ein möglichst selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen. Die Lebenshilfe Sachsen-Anhalt ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt.
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