Lebenshilfe verabschiedet Grundsatzprogramm
Lebenshilfe verabschiedet Grundsatzprogramm
„Alle Menschen sind verschieden und doch gleich“
In Berlin saßen am Wochenende Vertreter aller Lebenshilfe-Organisationen Deutschlands an einem Tisch, damit Menschen mit Behinderungen künftig noch besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Auf der 22. ordentlichen Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Lebenshilfe wurde das neue Grundsatzprogramm mit knapp 95 Prozent Zustimmung beschlossen. „Nach einer sehr intensiven und umfassenden Diskussion konnten die Mitglieder dem vorgelegten Entwurf zustimmen“, erklärt Marcus Hoppe, Geschäftsführer des Lebenshilfe Landesverbandes Sachsen-Anhalt.
Das im Jahr 1990 verabschiedete Grundsatzprogramm verliert damit nicht seine Gültigkeit, wird jedoch in wesentlichen Punkten an die sich veränderten Anforderungen und Rahmenbedingungen angepasst (UN-Konvention, Inklusion). Nach nunmehr dreijähriger Arbeit werden in der verabschiedeten Fassung die Grundorientierungen der Arbeit der Lebenshilfe formuliert und festgeschrieben. Das Grundsatzprogramm beschreibt dabei Wege, wie die umfassende gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung in den verschiedenen Lebensbereichen erreicht und Inklusion gelebt werden kann.
Es werden notwendige und wichtige gesellschaftliche Veränderungen und Anforderungen formuliert – Menschen mit Behinderung soll die uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mitten in der Gemeinde ermöglicht werden. Der Mensch mit Behinderung, seine Wünsche und Meinungen sind Maßstab für die Arbeit in den Einrichtungen und Diensten. Dazu werden die Angebote ständig im Sinne der Inklusion weiterentwickelt. Die Lebenshilfe unterstützt Menschen mit Behinderung dabei, allgemeine Angebote zu nutzen. Damit wird nicht nu nur die gesellschaftliche Sensibilisierung erreicht, sondern dazu beigetragen, dass Menschen mit Behinderung ihre Meinung öffentlich sagen können.
„Für uns war besonders wichtig, dass wir die Geschichte der Lebenshilfe als Elternvereinigung weiterhin als einen elementaren Bestandteil des Grundsatzprogramms verankert haben und parallel dazu den neuen Anforderungen von Inklusion und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung gerecht werden“ erklärt Marcus Hoppe.
Die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. ist ein Verband der Freien Wohlfahrtspflege. Mit seiner Gründung am 8. September 1990 als gemeinnütziger Verein ist der Landesverband heute Dachorganisation von 28 Orts- und Kreisvereinigungen und 16 gemeinnützigen Gesellschaften. Das Ziel der Lebenshilfe ist, Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen zu helfen, ein möglichst selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen. Die Lebenshilfe Sachsen-Anhalt ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt.

